Hiob 24:2-11
2
Man verrückt Marksteine, raubt Herden und weidet sie.
3
Den Esel der Waislein treibt man fort und pfändet der Witwe Kuh.
4
Man jagt die Armen aus dem Wege, und die Elenden im Lande müssen sich allesamt verbergen.
5
Siehe, wie Wildesel in der Wüste gehen sie früh an ihr Werk, nach Nahrung suchend; die Wildnis muß ihre Kinder nähren.
6
Auf dem Felde ernten sie sein Futter und halten Nachlese im Weinberge des Gottlosen.
7
Nackend bringen sie die Nächte zu; sie haben kein Gewand und wenn es kalt wird, keine Decke.
8
Vor dem Regen bergen sie sich im Gebirge, und weil sie keine Zuflucht haben, klammern sie sich an die Felsen.
9
Man reißt das Waislein von der Brust und pfändet den Armen aus.
10
Nackt, ohne Kleid, läßt man sie laufen; sie müssen Garben tragen und hungern dabei.
11
Zwischen ihren Mauern pressen sie Öl, treten die Kelter und müssen dürsten.
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