Hiob17
Listen to this chapter
0:00
0:00
1
¶ Mein Geist ist verstört, meine Tage laufen ab, Gräber warten meiner.
2
Treibt man nicht Gespött mit mir und muß nicht mein Auge auf ihren bittren Mienen weilen?
3
Setze doch einen ein, verbürge dich selbst für mich! Wer sollte sonst mir in die Hand geloben?
4
Du hast ihre Herzen der Einsicht verschlossen, darum wirst du sie nicht obsiegen lassen.
5
Wer Freunde der Plünderung preisgibt, dessen Kinder werden sich schämen müssen.
6
Man stellt mich den Leuten zum Sprichwort hin, und ich muß sein wie einer, dem man ins Angesicht speit.
7
Mein Augenlicht erlischt vor Gram, und alle meine Glieder sind wie ein Schatten.
8
Die Gerechten entsetzen sich darüber, und der Unschuldige istüber den Ruchlosen aufgebracht.
9
Aber der Gerechte hält fest an seinem Wege, und wer reine Hände hat, dessen Kraft nimmt zu.
10
¶ Ihr dagegen, kehrt nur alle wieder um und gehet[heim], ich finde doch keinen Weisen unter euch.
11
Meine Tage sind dahin; meine Pläne, die mein Herz besessen hat, sind abgeschnitten.
12
Die Nacht machen sie zum Tag; das Licht sei nahe, nicht die Finsternis!
13
da ich doch erwarte, daß der Scheol meine Wohnung wird und ich mein Lager in der Finsternis aufschlagen muß;
14
da ich zur Grube sagen muß: Du bist mein Vater! und zu den Würmern: Ihr seid meine Mutter und meine Schwestern!
15
Wo ist da noch Hoffnung für mich, und wer wird meine Hoffnung[verwirklicht] sehen?
16
Zu des Scheols Pforten fährt sie hinab, wenn einmal alles miteinander im Staube ruht!
Use ← → arrow keys to navigate
Settings
Reading Style
Typeface
Font Size px
Options
Study Note