Klagelieder 5:1-10
1
¶ Gedenke, HERR, was uns widerfahren ist! Schau her und siehe unsere Schmach!
2
Unser Erbe ist den Fremden zugefallen, unsere Häuser den Ausländern.
3
Wir sind Waisen geworden, vaterlos, unsere Mütter zu Witwen.
4
Unser Wasser trinken wir um Geld, unser Holz kommt uns gegen Bezahlung zu.
5
Unsere Verfolger sind uns beständig auf dem Hals; werden wir müde, so gönnt man uns keine Ruhe.
6
Wir habenÄgypten die Hand gereicht und Assur, um genug Brot zu erhalten.
7
Unsere Väter, die gesündigt haben, sind nicht mehr; wir müssen ihre Schuld tragen.
8
Knechte herrschenüber uns; niemand befreit uns aus ihrer Hand!
9
Wir schaffen unsere Nahrung unter Lebensgefahr herbei, weil uns in der Wüste das Schwert bedroht.
10
Unsere Haut ist schwarz wie ein Ofen, so versengt uns der Hunger.
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