Psalm 10:1-8
1
¶ HERR, warum trittst du so ferne, verbirgst dich in Zeiten der Not?
2
VomÜbermut des Gottlosen wird dem Elenden bang; möchten doch von den Ränken diejenigen betroffen werden, welche sie ausgeheckt haben!
3
Denn der Gottlose rühmt sich der Gelüste seines Herzens, und der Habsüchtige verwünscht, verlästert den HERRN.
4
Der Gottlose in seinem Hochmut fragt nicht nach[Gott]; alle seine Pläne sind ohne Gott.
5
Seine Unternehmungen gelingen immer; deine Gerichte sind fern von ihm; er schnaubt alle seine Feinde an.
6
Er spricht in seinem Herzen:«Ich werde niemals wanken; das geht stets so fort, daß mich kein Unglück trifft!»
7
Sein Mund ist voll Fluchens, Trug und Trotz; unter seiner Zunge ist Jammer und Not.
8
Er liegt auf der Lauer hinter der Mauer, im Verborgenen den Unschuldigen zu ermorden; seine Augen spähen den Wehrlosen aus.
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